Zirkus - Mißbrauch in der Manege

Während manche Kinder davon träumen mögen wegzulaufen, um zum Zirkus zu gehen, dürften wohl die meisten Zirkustiere, die dort zu ihren Kunststückchen gezwungen werden, davon träumen, ihm zu entfliehen. Ein farbenfroher Pomp verschleiert die Tatsache, dass die Tiere im Zirkus Gefangene sind, die man dazu nötigt, unnatürliche und oft sogar schmerzvolle Darbietungen zu bringen, die die Menschen dann "Unterhaltung" nennen. Mittlerweile verliert der Zirkus mit Tieren mehr und mehr an Attraktivität, der breiten Öffentlichkeit ist bekannt, wie die Tiere behandelt, in absoluter Beengtheit gehalten, trainiert und oft bis zum letztem Atemzug ausgenutzt werden.

Die Haltung der Tiere
Tiere, die zumeist recht groß und/oder von Natur aus sehr aktiv sind, müssen den überwiegenden Teil ihres Lebens in ihren winzigen Transportkäfigen verbringen; diese dürfen sie meist nur für die wenigen Minuten ihrer Darbietungen in der Manege verlassen.  So werden die Tiere ihrer natürlichen Bedürfnisse beraubt, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr, was zu Schmerzen und Leiden führt.

Unnatürliche Darbietungen
Körperliche Bestrafung war lange Zeit die gängige "Trainingsmethode" für Zirkustiere, auch wenn moderne Trainer häufiger dazu übergehen, eher mentale Kontrolle über das Tier auszuüben und ihm auf diese Weise "Kunststückchen" beibringen. Manche Tierarten sind allerdings weniger imstande, sich Trainingsmethoden anzupassen als andere und leiden daher ganz erheblich unter Stress während der Ausbildungsphase. Anderen Tieren wiederum werden Medikamente verabreicht, damit man sie überhaupt handhaben kann, oder man entfernt ihnen die Zähne. Die Darbietungen, die die Tiere zwangsweise bringen müssen - z.B. Bären, die auf Bällen balancieren, Affen, die Motorräder fahren, Elefanten, die auf nur zwei Beinen stehen müssen - sind für die Tiere völlig unnatürlich. Die Peitschen, engen Halsbänder, Maulkörbe, Elefantenhaken oder sonstigen Werkzeuge , die bei den Vorführungen in der Manege verwendet werden, beweisen immer wieder, dass die Tiere nur unfreiwillig und unter Zwang agieren.

Ein Leben in Einsamkeit
Ist die "Nutzdauer" eines Tieres für Vorführungszwecke einmal abgelaufen, werden sie entweder permanent in ihre Winterquartiere (also oft Käfige) verbannt oder an andere Zirkusse, Zoos oder private Menagerien verkauft; in manchen Ländern werden sie sogar an Jagdfarmen (um dort zur "Freizeitentspannung" erschossen oder als exotische Mahlzeit verspeist zu werden) oder gar an Versuchslabors veräußert. Oft gestaltet sich ihr Lebensabend genauso wenig friedlich oder komfortabel wie ihr übriges Leben: eingepfercht, unter Zwang, in Elend.

Bitte besucht keine Zirkusse mit Tieren und klärt eure Freunde und Verwandten über das wahre Gesicht von Zirkussen auf. Es gibt überdies viele Zirkusse mit allein menschlichen Artisten, die eine großartige Show bieten.
(Peta.de)

Kein Applaus für Tierquälerei!

 

Zoo - Ein Leben in Gefangenschaft  

                                        

Die Menschen bleiben nur einige Stunden im Zoo – die Tiere verbringen dort ihr gesamtes Leben. Wir fragen: ist eine artgerechte Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft überhaupt möglich?
Gitter, Glasscheiben und Gräben beschränken die Gehege, in denen die angeborenen Bedürfnisse und Verhaltensmuster, wie die Jagd, freie Partnerwahl oder Bewegungsfreiheit, niemals ausgelebt werden können. Anlagen und Tierhäuser sind architektonisch so gut und durchdacht gebaut, dass der Besucher glauben soll, sich in einem Dschungel oder in der Savanne zu befinden. Für das gefangene Tier bleibt das Grundprinzip des Gefangenseins auf wenige Quadratmeter weiterhin bestehen.
Hinzu kommt, dass arttypische Verhaltensweisen nicht ausgelebt werden können und weiter allmählich verkümmern. Vom Schwimm-, Flug-, Jagd- oder Wanderverhalten berichten wie eh und je nur die Informationsschilder an den Tiergehegen.
Die Folge: Verhaltensstörungen, gesundheitliche Erkrankungen und oft ein frühzeitiger Tod. Abnormale Verhaltensweisen, wie kontinuierliches Auf- und Ablaufen am Gitter, ständiges im Kreis gehen, rhythmisches Hin- und Herbewegen des Kopfes oder Körpers, extreme Passivität, Selbstverstümmelungen, sexuelle Hyperaktivität oder auch übertriebene Aggressivität und Körperpflege, weisen darauf hin, dass ein Tier psychisch und/oder physisch leidet.
Wir finden: Tiere aus menschlichen Interessen heraus – nämlich zu Unterhaltungszwecken – einzusperren, zur Schau zu stellen, zu züchten oder sogar weiterzuverkaufen, ist aus ethischer Sicht nicht vertretbar.
(Peta.de)