Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 750 Millionen Tiere geschlachtet, rund 1100 Tiere isst jede(r) Deutsche durchschnittlich in seinem Leben.(Fleischatlas 2014)

Das Leben und Sterben

Schweine, Rinder, Hühner, Kaninchen und viele andere sog. Nutztierarten werden meist in Massenbetrieben nur zu dem Zweck gezüchtet, um in kürzester Zeit und mit dem geringsten Aufwand „schlachtreif“ zu werden. Sie werden zu Massen in engsten Käfigen, Boxen oder Ställen zusammengepfercht, meist in gnadenloser Enge, ohne Tageslicht und Auslauf.

Schweine bzw. Ferkel beispielsweise werden durch einen mit chemischen Wuchsstoffen versehenen Futterbrei gemästet, damit sie in nur 22 Wochen ihr gewünschtes Schlachtgewicht erreichen. Die durch diese Fütterungsmethoden und den Bewegungsmangel entstehenden Belastungen für den Körper sollen durch die Verabreichung von Medikamenten „ausgeglichen“ werden. Um den Stress der neugierigen und durch die brutalen Zuchtmethoden oft herzkranken Tiere zu minimieren, erhalten sie zusätzlich Tranquilizer, die sie beruhigen sollen.

Bei „Masthühnern“ sind es nur ca. 35 Tage, bis sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben und der Abtransport zum Schlachthof erfolgt. Oft brechen ihre zarten Füße unter ihrem eigenen Gewicht zusammen.

Es gibt keinen Bereich der konventionellen Tierhaltung, in dem die Tiere nicht unter für sie entsetzlichen Bedingungen gehalten werden. Stress und Aggressionen durch die Enge sind ebenso an der Tagesordnung wie körperliche Schmerzen und vorzeitiger Tod durch die Mast, zuchtbedingten Leiden, Gefangenschaft und Verletzungen. Familienverbände und soziale Beziehungen, in denen viele Tierarten naturgemäß leben, sind nicht möglich. Mütter werden von ihren Kindern getrennt, Aggressionen und verzweifelte Kämpfe unter Leidensgenossen gehören zum Alltag.

Auch Fische werden mittlerweile in Massenbetrieben gezüchtet. In der Lachszucht werden die Tiere, die von Natur aus die Ozeane durchwandern, auf einem Bestandslevel von „15 kg Fisch“ pro Kubikmeter Wasser gehalten. Als Nahrung erhalten sie hochkonzentrierte Proteinkügelchen mit Antibiotika. Mehrere Wochen vor ihrer Schlachtung lässt man sie aushungern, um sie besser ausnehmen zu können .

Die Fahrt in den Tod

Nach einem qualvollen Leben auf engstem Raum erfolgt der Abtransport zum Schlachthof. Die völlig verunsicherten Tiere, die nie Tageslicht zu sehen bekamen, werden auf Transporter verladen und kilometerweit über laute Autobahnen und Landstraßen verfrachtet. Stress, Hunger, Durst, Knochenbrüche, Kälte und völlige Erschöpfung sind vielfache Faktoren für einen Tod unterwegs. Je länger die Fahrt dauert, umso stärker ist die Belastung für die Tiere. Die äußerst sensiblen Schweine bekommen nicht selten einen Herzinfarkt. Brutale Methoden bei dem „Ein- und Entladen“ der Tiere (beispielsweise mit Elektrogeräten) tun ihr übrigstes, um den Tieren ihre letzte Kraft und Würde zu rauben. Das Geschäft mit dem Fleisch ist unerbittlich.

Die brutale Verwandlung vom lebendigen Tier in „Fleisch“

Haben die Tiere das Martyriums ihres genau kalkulierten Lebens als „Fleischlieferant“ lebend überstanden, erwartet sie der vorsätzliche Tod durch Menschenhand. Der Schlachthof ist ein perfekt organisierter, technisierter Apparat des Todes. Die durch die Schreie und durch den Geruch des Blutes ihrer Leidensgenossen völlig verschreckten Tiere werden in die Warteschlange der Betäubungsbucht getrieben. Im Akkordtempo setzen Schlachthofarbeiter Bolzengewehre oder Elektrozangen an die Schläfen der Tiere und hängen sie kurz darauf kopfüber an einem Hinterbein auf. Viele heimlich gefilmte Dokumentationen aus Schlachthöfen haben aufgezeigt, dass aufgrund des hohen Arbeitstempos der Betäubungsvorgang so fahrlässig durchgeführt wird, dass viele Tiere den gesamten Tötungsvorgang bei vollem Bewusstsein miterleben müssen. Durch einen Kehlenschnitt bluten die Tiere langsam aus, erst nach 10 Minuten hört die Atmung und der Herzschlag auf.

Ein Leben nach dem anderen wird vernichtet, während die anderen panisch in der langen Schlange auf ihre Hinrichtung warten.

So genanntes Geflügel, Hühner, Puten, Gänse usw. werden bei vollem Bewusstsein kopfüber in einer Reihe aufgehängt und mittels einer Fließbandfunktion durch ein Betäubungsbad gezogen. Auch hier sind unbetäubte Tiere beim Schlachtvorgang keine Seltenheit.

Der Schlachthof – ein Ort des Grauens und nicht unkalkuliert hinter hohen Mauern verborgen oder abseits der Städte errichtet. (Die Tierbefreier + Wolfsburg Vegan)